Humboldt Universität zu Berlin Institut für Bibliothekswissenschaft
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Patrick Trautmann ist seit einem Jahr Student am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft im Fernstudium. Er fasst für uns seine bisherige bibliothekarische Ausbildung im Rahmen seines zweijährigen Referendariats an der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zusammen.
In einem Jahr wird er in der elektronischen Zeitschrift
LIBREAS – Library Ideas über seine gesamte Ausbildung reflektieren und darstellen, inwieweit sich seine bisher positiven Erfahrungen fortgesetzt haben und welchen Teilen seiner Ausbildung er möglicherweise kritisch gegenübersteht.


Reflexion über mein Referendariat an der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin
Patrick Trautmann

Patrick Trautmann

Als ich am 1. Oktober 2004 meine Ausbildung an der Universitäts-
bibliothek begann, hatte ich durch Praktika in der Bibliothek des Rutenberg-Instituts in Haifa/Israel während meines Studiums bereits erste Einblicke in die vielseitige und interessante Arbeit einer Bibliothek gewonnen.

Deshalb erwartete ich ein gleichsam interessantes und lehrreiches Referendariat an der mich betreuenden Bibliothek. Diese Hoffung hat sich auch bisher für mich erfüllt.

Reizvolle Aufgaben und verschiedene Projekte in den einzelnen Referaten und Abteilungen gestalteten mein erstes Referendariatsjahr abwechslungsreich. So wurde ich mit der vielfältigen Arbeit in einer großen Bibliothek vertraut. Besonders lehrreich fand ich die Tätigkeit in der Abteilung Zweigbibliotheken. Hier bekam ich Gelegenheit, das einschichtige Bibliothekssystem der HU detailliert kennen zu lernen.

Als Projekt übertrug mir die zuständige Abteilungsleiterin die Ausarbeitung einer Übersicht zu den einzelnen Zweig- und Teilbibliotheken, die deren verschiedene Medienbestände umfasste.

Für mich als Historiker war die Zeit im Referat 'Historisches Buch' ein Höhepunkt meiner bisherigen Referendarstätigkeit: Ich habe u.a. selbständig einige „(Buch)-Schätze“ der UB ausgehoben, als mit Hilfe von Antiquariatskatalogen Rara-Bestände der Universitätsbibliothek ermittelt wurden.

In der Betriebsabteilung lernte ich die Vorteile des integrierten Geschäftsgangs kennen. Ich finde die verwaltungstechnische Arbeitsweise sinnvoll, weil so der Erwerb und die Katalogisierung von unterschiedlichen Buchbeständen und Medien computergestützt zusammengefasst werden können. Als Projekt erstellten meine Referendarskollegin und ich eine Übersicht über die laufenden Datenbanken der Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität.

Die Zentralverwaltung und die Leitungsebene der Universitätsbibliothek waren die letzten Stationen auf meinem bisherigen Ausbildungsweg.
Ein Vorteil und zugleich eine vertiefende Ergänzung meines Referendariats ist die begleitende Vermittlung theoretischer Kenntnisse im konsekutiven Master-
studiengang des Bereiches Fernstudium am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HU. So wird ein enger und permanenter Bezug zur bibliothekarischen Ausbildung geschaffen und zugleich eine praxisbegleitende wissenschaftliche Ausbildung gewährleistet.

Bisher konnte ich das bereits erworbene theoretische Wissen in der täglichen Praxis evaluieren: das mir im Studium vermittelte theoretische Modell einer zeitgemäßen Bibliotheksverwaltung und parallel dazu die Arbeit in der Verwaltung einer großen wissenschaftlichen Bibliothek.

Da die Ausbildung am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft auf die Verknüpfung von modernen und klassischen traditionellen Kenntnissen und Fertigkeiten eines Bibliothekars besonderen Wert legt, bin ich überzeugt, am Ende meiner Ausbildung eine umfassende und zukunftsorientierte Ausbildung erfahren zu haben.
Besonders angenehm überrascht war ich über die Unterstützung durch behindertengerechte Bürotechnik, die ich in diesem Umfang nicht erwartet hatte. Die Beratung durch die Beauftragte für Behinderte an der Universitätsbibliothek finde ich kompetent und sehr personenbezogen. Bisher fand ich bei auftretenden Problemen, die durch meine umfängliche Schwerbehinderung (GdB 80) bedingt sind, immer aufmerksame Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner, so dass stets situationsgerechte Lösungen gefunden werden konnten.

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