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Exkursion 'Polen - Litauen 2004'
29. April - 06. Mai 2004

04. Mai - Vilnius

Die Besichtigung der Litauischen Martynas Mažvydas Nationalbibliothek – Lietuvos Nacionaline Martyno Mažvydo Biblioteka
(Maxi)

Unsere zweite Bibliotheksbesichtigung der Exkursion führte uns in die Litauische Nationalbibliothek in Vilnius. Sie ist die größte Bibliothek Litauens und wurde 1919 in Kaunas gegründet. Sie besteht aus zwei Gebäuden,
dem älteren, 1963 erbauten, „Antrieji bibliotekos rumai Vilniuje“ und dem im Jahr 1992 begonnenen und 2001 fertiggestellten Anbau, welchen wir besichtigten.

Es gibt 18 Lesesäle mit insgesamt etwa 600 Leseplätzen und 63 Arbeitsplätze an Computern sowie ein, für eine Nationalbibliothek eher ungewöhnlich, Kinderbuchzentrum mit zwei Lesesälen und einem separatem Eingang.
Der Bestand der Bibliothek umfasst etwa 7 Mio. Medieneinheiten und ist seit dem Erscheinungsjahr 1994 vollständig elektronisch erfasst. Die Ausleihe außer Haus erfolgt grundsätzlich nur im deutschen Lesesaal, dem Kinderbuchzentrum und für Leute die eine Personalkarte besitzen.

Nachdem unsere Exkursionsgruppe geteilt wurde, haben wir verschiedene Lesesäle der Bibliothek kennen gelernt. Unter anderem den „Deutschen Herder Lesesaal“, welcher vom Goethe-Institut Vilnius mit aller notwendiger Ausstattung, Technik und Büchern versorgt wird und die Aufgabe eines Informationszentrums des Institutes übernimmt. Lediglich Personal und Raum werden von der Nationalbibliothek gestellt. Die Führung unserer Gruppe übernahm eine der beiden Betreuerinnen des Deutschen Lesesaals Asta Miltenyte. Weiterhin bekamen wir Einblick in den Ausstellungsraum für diverse Musik- und Kunstausstellungen und das Medienzentrum.

Die anschließende Besichtigung der hauseigenen Buchreparaturwerkstatt „DCRC-Document Conservation and Restoration Center“ und die sehr ausführliche und bestens vorbereitete Berichterstattung über die Arbeit in dieser hat aus meiner Sicht bei uns allen einen sehr guten Eindruck hinterlassen.
Ganz besonders die Demonstration der „Wiederherstellung“ eines alten Papierstücks mittels dem, einfach ausgedrückt, Verfahren „Waschen des Papierstücks-Zufügen einer Wasser-Zellulose-Mischung - das Pressen und anschließend Trocknen“ sowie die kurzerhand und eigens für uns geschaffene Ausstellung einiger, u.a. wertvoller, restaurierter Dokumente, Bilder und Bücher und die dazugehörigen erläuternden Worte zweier Mitarbeiterinnen.


in der Universitätbibliothek

Die Universitätsbibliothek Vilnius
(Martina)

Die Universitätsbibliothek in Vilnius wirkte eher wie ein Museum auf mich. Ein prunkvoller historischer Raum folgte dem nächsten. Überall waren wahre Schätze ausgestellt. Alte Bücher und Globen. Sowohl Studenten als auch Professoren können in dieser Bibliothek Bücher aus dem Magazin bestellen.
30 Mitarbeiter sorgen dann dafür, dass man sie innerhalb einer Stunde auch erhält. Vom wahren Bibliotheksverkehr haben wir allerdings bei unserer Führung nicht viel mitbekommen, aber die Atmosphäre in dieser altehrwürdigen Bibliothek war toll.

Wir bekamen die Möglichkeit bis in den kleinsten Winkel vorzudringen. Dazu gehörte auch ein Gang auf den Turm des Gebäudes, von welchem man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt Vilnius hatte. Am Ende der Führung bekamen wir noch einen kleinen Teil des Campus’ zu sehen, welcher aus einer großen Anzahl kleiner Höfe besteht. Da möchte man gern Student sein...


Schild am Portal


ausgewählte restaurierte Buchschätze - in guten Händen


in der Nationalbibliothek


in der UB


Blick aus der UB auf die Universität

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