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Exkursion 'Polen - Litauen 2004'
29. April - 06. Mai 2004

05. Mai - Rückfahrt nach Warschau über Trakai

Trakai
(Julia)

Die gotische Inselburg Trakais im Galve See ist ein sehr beliebtes litauisches Kulturdenkmal. Sie ist heutzutage die einzige erhaltene Wasserburg in Osteuropa.

Trakai war einst litauische Hauptstadt, weshalb die Burg zunächst als Schutz und Bollwerk gegen den Kreuz-
ritterorden gedacht war.
Sie nahm eine Fläche von 4 Hektar ein, 11 Türme und eine bis zu 9 m hohe Mauer stellten das Befestigungs-
system dar. In die innere Burg kam man nur über eine Brücke, die Insel war zu allen Seiten von einem tiefen Wassergraben umgeben. Nach dem Sieg des polnisch-litauischen Heeres über die Ordensritter 1410 und nach dem Tod von Vytautas 1430 schwand die Bedeutung Trakais.

Die Burg wurde 1655 von den Russen zerstört. Übriggeblieben sind nur Ringmauerreste, 2 Türme und eine Motte. In den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Burg umfassend renoviert, besser gesagt wieder aufgebaut. Seit 1962 beherbergt die Burg dazu das Historische Museum.

Ich fand die Führung sehr spannend. Vor allem die Darstellung der damaligen Lebensverhältnisse, z.B. wie die Burg nach außen verteidigt wurde oder wie die einzelnen Stockwerke beheizt wurden, haben mich fasziniert.
Der Burghof mit seinem Pranger war glaube ich für alle sehr interessant. Wer wollte nicht schon immer mal wissen, wie die öffentliche Bestrafung vor so langer Zeit funktionierte.

Sehr schön fand ich auch den Spaziergang um die Burg am See entlang. Ein wirklich schönes Seengebiet, wo man die Freiheit – körperlich und gedanklich – noch spüren kann.

 
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