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Umstätter
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Leben ist bekanntlich ein zunehmend teurer Spaß und den meisten Menschen macht es um so mehr Spaß, je teurer es ist. Dabei wird die Technik allgemein unbewußt als ein hilfreiches Mittel empfunden, die Lebensqualität zu heben. Sprach man doch bei der beginnenden Industrialisierung noch gern martialisch von technischen Sklaven, die jedem von uns allzeit bereit zur Verfügung stehen, die uns über die Straßen tragen, warme oder kalte Luft zufächeln, bei der Ernte helfen, uns unterhalten und auf Knopfdruck das saure Dasein versüßen. Kurzum, die Technik wäre etwas Wundervolles, wenn nicht ein hoher Lebensstandard dazu führen würde, daß man auch besonders tief stürzen kann. Darüber hinaus zeigt unsere Erfahrung, daß jedes Problem, das der Mensch löst, zwei neue nach sich zieht. Das ist die bleibende Crux, wenn man an den Früchten der Erkenntnis nagt. Andererseits ist die Zahl der Paradiese auf diesem Erdball sehr begrenzt, in denen man sich wieder die Blüten ins Haar stecken kann und ohne zu sähen erntet. Zu viele von uns scheinen dieses Paradieses verlustig gegangen zu sein. So verstricken wir uns von Tag zu Tag tiefer im Dickicht der mechanischen Sklaverei und nennen glücklich, wer noch hoffen kann, aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen.
In der ersten zivilisatorischen Welle, die über die Menschheit hinwegrollte, nutzte der Homo sapiens Technik, mit der er arbeitete. In der zweiten Welle baute er Maschinen, die für ihn arbeiteten. Und heute überrollt ihn die dritte Welle, die zunehmend unsere volle Intelligenz erfordert, um Maschinen zu steuern, die Maschinen bauen, deren Zweck es ist, für uns zu arbeiten, damit sie nicht aus Dummheit gegen uns tätig werden. Das bedeutet, daß wir heute mit wachsender Begeisterung zusehen, wie unsere Intelligenz in den Maschinen verschwindet und dort mehr oder minder wirksam wird. Wie die Sklaventreiber der finsteren vorchristlichen Zeit sind wir hauptsächlich damit beschäftigt aufzupassen, daß die Geister, die wir riefen, unsern Willen auch stets erfüllen.
Unser Hauptproblem ist und bleibt zunächst einmal, das katalytische Wissen zu erzeugen und die Information zu requirieren, die wir brauchen, um die Technik in die rechten Bahnen zu zwingen. Dabei empfiehlt es sich, über Fachleute, Expertensysteme, Bibliotheken oder Dokumentationen das zu ermitteln, was an Wissen neu zu erzeugen zumindest teurer wäre. Sogenannte Rechercheure suchen die Informationen wie die Gold-Retriever, sie tragen sie zusammen wie die Goldhamster und die Wissenschaftler setzen sie in alle nur möglichen Verhältnisse, bis sie glauben, den Goldenen Schnitt gefunden zu haben. Nach Golde drängt, am Golde hängt doch fast alles. So sind zum Kriegführen bekanntlich drei Dinge nötig: Gold, Gold und nochmals Gold. Das gilt insbesondere für den Krieg gegen die Unwissenheit und speziell gegen die Dummheit. Information kostet Geld, vielmehr Geld, als die meisten Menschen wahrhaben wollen und darum wird sie mehr und mehr zum Wirtschaftsfaktor Nummer eins.
Das Wort vom Informationsmanagement macht die Runde. Zuerst von denen verbreitet, die sich mit Informationsverarbeitung und Datenbankmanagement beschäftigten, greift es wie eine Epidemie um sich. Information wird nicht mehr nur Bit für Bit in Computern verwaltet, sie wird auch von jedem von uns, ganz privat, im Betrieb, im Büro, in der Verwaltung, bis hin zum staatlichen Gemeinwesen beschafft, geordnet, und an andere weitergegeben. Staudämme allein reichen bekanntlich für die sog. Informationsflut nicht aus. Zentrales Element des Informationsmanagements ist die Informationsbank, oder in älterer Diktion die Dokumentation, und in klassischer Bezeichnung die Bibliothek.
Weithin sichtbare Signale setzte PRA (Paperwork Reduction Act of 1980) in den USA. Dieser Versuch, die Papierflut der amerikanischen Regierung radikal zu kanalisieren und die Kanäle zu modernisieren, brachte den "Information Resources Manager" hervor, der in den einzelnen Behörden mit Vehemenz aufräumte.
Hatte Wilhelm von Humboldt zu Beginn des 19. Jh. innerhalb von 16 Monaten, nicht schon einmal Informationsflüsse in bestimmte Bahnen bzw. Ohren gelenkt und damit auch Zeichen gesetzt, die weit über die preußischen Grenzen hinaus sichtbar und wirksam wurden? Diese Zukunftsinvestition hieß Bildungsreform und war auch als Option des humanistisch allgemein gebildeten Menschen mehr als nur eine breite Informationsversorgung. Trotzdem müssen wir uns fragen, wie weit das Ziel einer Geistes-, Herzens- und Körperbildung jemals erreicht wurde, und ob das dreigliedrige Bildungswesen mit Elementarschule, Gymnasium und Universität nicht doch eher die ökonomische Voraussetzung einer breiten Industrialisierung war. Die Zeit war reif, wenn nicht überreif.
So hatte Madame de Stael bei ihrer Flucht vor Napoleon 1807 in Deutschland mit Erstaunen Bücher lesende Arbeiter, Gastwirte und Zollbeamte vorgefunden. Die "Lesewuth" war ausgebrochen. Etwa ein Viertel der Deutschen über sechs Jahre soll 1800 des Lesens mächtig gewesen sein. Die damalige Befürchtung, es gäbe "keine Kinder mehr - man macht sie gleich zu Männern, zu altklugen Buben" erinnert an neuere Befürchtungen, die das Fernsehen auslösen soll.
Wir haben heute einhundertachtzig Jahre nach dieser Bildungsreform, die wir mit einer Größenordnung von hundert Milliarden bezahlen, hinsichtlich einer allgemeinen Informationsversorgung eher ein allgemeines Versorgungschaos. Da schlüpfen möglicherweise drei Prozent Analphabeten durch die Maschen des Bildungsnetzes. Weil man das zu lang geratene und damit auch zu teure Schulsystem nicht zu kürzen vermag, bietet man auf Kosten einer wirklichen Allgemeinbildung (auf die man sich immer weniger einigen kann) zunehmende Spezialisierung, so daß beim Studium keiner mehr weiß, auf welcher Grundlage er aufbauen kann. Im Zweifelsfall hat ein Student das ad hoc benötigte Grundwissen abgewählt, wenn es für eine Klausur benötigt wird, aber im Studium nicht geboten wurde - und welcher vernünftige Mensch argumentierte nicht ebenso, wenn ihm ein bestimmtes Wissen nicht präsent ist?
Auch wenn man diese Probleme nicht alle mit dem Modewort Informationsmanagement erschlagen kann, so hat es doch einiges damit zu tun. Die "Post Industrial Society" Daniel Bells oder Alvin Tofflers "Third Wave" erfordern, daß wir uns mehr Gedanken um die Kosten machen, die der Erwerb von Information in unserer Gesellschaft erzeugt. Informationsmanagement betrifft also nicht nur das Management im Schulwesen, in der Erwachsenenbildung oder das Management von Forschung und Wissenschaft, es betrifft vielmehr die gesamte Logistik, mit der Information angeboten, zur Verfügung gestellt und ihr Nachschub gewährleistet wird. Die Vergeßlichkeit und die Alterung von Information fordern, der Kerzenflamme gleich, ein stetes Aliment.
Daß hier ein großer Handlungsbedarf entstanden ist, liegt nicht zuletzt an der rasanten Entwicklung der modernen Informationstechnologie. Auch das geradezu inflatorische Auftreten von angloamerikanischen Begriffen wie information specialist, information counselor, information engineer, information officer, etc. deutet auf eine Marktlücke hin, auf die sich wirkliche und eher unwirkliche Informationsmanager stürzen. Ein leichter Makel haftet dieser so attraktiven Marktlücke allerdings an, sie erfordert theoretische und analytische Grundlagen, die leider nur sehr begrenzt zur Verfügung stehen. So gibt es meist gewaltige Differenzen zwischen der Abschätzung eines Informationsbedarfs und seines Angebotes. Dies ist verständlich, da ein großer Teil dieses Marktes gezielt irreführend arbeitet. Da schreibt ein Autor für seine Leser, mit dem einzigen Ziel bekannt zu werden. Ein anderer schreibt, um das Produkt einer Firma zu fördern, und ein dritter, um Rechenschaft darüber abzulegen, was er z.B. auf dem Rücken des Steuerzahlers geleistet hat. Nicht zu vergessen, der Autor, der schlicht für Geld unterhält. Meist kann weder der Leser noch der Zeilenproduzent genau trennen, wozu das jeweilige Machwerk gehört. Nicht selten ist das Ziel eine sogenannte Imageverbesserung und das Ergebnis ein Fiasko.
Ein Leser muß viel lesen, um etwas zu lesen, was lesenswert ist. Viele glauben, daß alles was wir sehen, hören, beobachten und mit unseren Sinnen aufnehmen, Information sei. In Wirklichkeit besteht die Kunst des Informationsmanagement darin, zwischen dem Übermaß an Spreu, den Weizen zu finden. Oder sollte man treffender sagen, nach der Stecknadel Information im Heuhaufen der Redundanz zu fahnden. Da ist all das, was man schon längst weiß und in den Übungen des schnellen Lesens zu überfliegen lernt. Dazu kommt noch die Elimination dessen, was die Informationstheorie das Rauschen nennt. Dieses Rauschen im Blätterwald, in dem man das leise geflüsterte Wort, das zu hören so wichtig wäre, kaum vernimmt. Hier liegt nun wiederum die Gefahr des schnellen Lesens mit dem erweiterten Blickwinkel, bei dem man so rasch über das heimliche Signal hinweg liest, weil man sich nicht die Zeit nahm, zu prüfen, zu dechiffrieren, die echte Information zu gewinnen.
Es ist der alte Streit, ob bei mehr als einer halben Million Buchtitel pro Jahr in der Welt zu viel oder zu wenig gedruckt wird. Da sind nicht nur die zehn Milliarden Mark Umsatz im Buch- und Fachzeitschriftenverlag der Bundesrepublik, sowie etwa die gleiche Größenordnung im Zeitungsumsatz und noch einmal in der Werbung , es ist vielmehr der noch weitaus höhere Aufwand an Personalkosten, der notwendig ist, um diese Informationsflut zu sichten, zu lesen und zu verstehen. Nachdenken kostet meist mehr Zeit, als man dafür hat. Nach amerikanischen Untersuchungen der King Research Inc. sollen Wissenschaftler und Ingenieure durchschnittlich etwa einhundert Aufsätze, fünfzehn Bücher und vierundvierzig Reports pro Jahr beruflich lesen, was rund fünfzehntausend Dollar an Personalkosten erfordert. Die Ersparnis durch den damit verbundenen Informationsgewinn wird auf das Fünfzehnfache geschätzt. Auch wenn es auf diesem Gebiet sehr widersprüchliche Beobachtungen und Untersuchungen gibt, da wir noch am Anfang einer analytischen Wissenschaft stehen, läßt sich leicht erkennen, daß es im Informationsmanagement um recht interessante Sümmchen geht.
Ziel des Informationsmanagements muß es sein, das überreiche Maß an gesunder Intuition im Informationsmarketing sukzessive durch das zu ersetzen, was wir Wissen nennen. Die Grundlagenforschung geschieht heute in vielen Betrieben, Büros, Bibliotheken, und Forschungseinrichtungen nicht selten heimlich, denn Wissen ist nicht nur Macht, es ist manchmal auch mehr wert, wenn es die anderen nicht haben.
Die Forschung hinkt, wie fast überall, auch hier dem Bedarf hinterher. War vor dem Wechsel von der sogenannten "little science" zur "big science" in den fünfziger Jahren der Forscher meist seiner Zeit voraus und blieb nicht selten unverstanden - die Beispiele sind Legion - so ruft heute "die Gesellschaft" nach immer mehr und mehr Großprojekten im Kampf gegen AIDS, Informationsflut, Krebs, Ozonloch, SDI, Waldsterben, etc., oder meint sogar handeln zu müssen, bevor die Ergebnisse auf dem Tisch liegen. Dies fordert seinen Preis.
Es soll noch Leser geben, die glauben, die Zeitung in ihrer Hand gehöre ihnen, nachdem sie ihren Obulus entrichtet haben. Der Wert geistigen Eigentums scheint diesen Käufern nicht immer präsent zu sein. Das sind dann meist auch diejenigen, die das Wort Informationsmanager mit der Betonung auf Manager benutzen und von einer adäquaten Bezahlung ausgehen. Kann man Sportler, Künstler, Vereine und Industriekonzerne managen, wird man doch auch noch so kleine Bits verkraften. Flugs stellt sich da die Assoziation von dem Rohstoff Information ein, den man ausbeutet, veredelt und vermarktet, als hätte man noch nie etwas anderes getan.
Im Gegensatz dazu stehen, wie sollte es anders sein, deren Antipoden mit der Betonung auf Information. Sie neigen teilweise noch immer zu der Ansicht, daß man Information gar nicht vermarkten kann, weil sie so etwas völlig anderes sei. Besonders interessant wird es, wenn die Information etwas mit Kultur, mit Ethik oder mit Ideologie zu tun hat. Zusammengefaßt haben wir also eine Reihe verschiedenster Ansichten über Informationsmanagement, aber noch lange keinen Konsens und Differenzierung kompliziert nur. Insofern wäre es wichtig, wenn all die Theoretiker und Praktiker, die sich in diesem Feld tummeln, das vermutlich teuerste, aber oft unausweichliche Kommunikationsmittel benutzten, den persönlichen Kontakt. Nicht, daß es daran wirklich mangelte. Im Gegenteil: Da gibt es allein in der Bundesrepublik Tagungen wie z.B. Bibliothekskongress, Big Tech, CeBit, Kommtech, Online, Orgatech, Systec, Systems oder Telematica, um nur einige zu nennen, auf denen sich immer wieder die gleichen Leute begegnen.
Sie tun dies allerdings meist mit jeweils unterschiedlicher Interessenlage und der verbindende Gedanke ist eher pragmatisch - wir brauchen für die Innovation neue Technologie. Für diese wird Reklame gemacht. Als spezielle Messe für das Informationsmanagement bietet sich seit einigen Jahren nun die INFOBASE in Frankfurt an und mit ihr die Online-Frühjahrstagung. Auch die Internationale Fachtagung "Informationsmanagement in Wissenschaft und Forschung" oder die Veranstaltung "Vom Dokumentar zum Informationsmanager" im Rahmen des Deutschen Dokumentartages sind Beispiele für spezielle Aktivitäten in diesem Jahr.
Daß Fernsehen und Rundfunk recht teure Informationsquellen sind, ist jedem klar, der seine Gebühren regelmäßig überweist und diese mit dem vergleicht, was er dafür erhält. Trotzdem kommen selten Zweifel auf, daß die "life"-Nähe ihren Preis wert ist. Darin liegt auch der Vorteil von Tagungen. man tuschelt mit den Kollegen aus dem "Invisible College", rührt mit in der Gerüchteküche und hört manches, was andere erst nach Monaten lesen dürfen. Das macht die Informationssuppe auch so schmackhaft. Die nötige Prise Salz kommt allerdings erst durch horrend hohe Tagungsgebühren dazu. Sie schaffen das Flair von Exklusivität und die elitäre Atmosphäre, die das Wohlbefinden so angenehm hebt, auch wenn der Informationsgehalt sich im Nachhinein als recht mager zeigt. Die Attraktion von Tagungen wurde in den letzten Jahrzehnten immer höher. So investierte beispielsweise die Messe Frankfurt in den letzten Jahren 750 Millionen DM, um dem Messegelände ein neues eigenes Image zu geben, um mit Berlin, London und all den anderen mit gleichem Image international konkurrenzfähig zu bleiben. Bis 1991 will man für weitere 500 Millionen DM mit 254 Metern Höhe das höchste Bürogebäude Europas aus dem Boden stampfen. Drei Millionen Menschen tauschten an diesem Messeplatz 1987 ihre Informationen aus. Da verschwindet das Tausendstel an Fachbesuchern bei der INFOBASE neben den anderen über dreißig Veranstaltungen fast völlig. Rechnet man mit einem Messeplatzumsatz von 275 DM allein hier, so wird deutlich, was Informationsaustausch allein auf dieser Ebene verschlingt, aber auch erbringt.
Verbale Kommunikation ist freier, weniger bindend und weniger offiziell, damit hat sie einen Wert, der durch alle anderen Kommunikationsmittel mit stärker nachprüfbaren Eigenschaften nicht ersetzbar ist. - Wie schön, wenn man hinterher sagen kann, daß hätte man so nie behauptet. Das ist insbesondere dann interessant, wenn alle behaupten, zu wissen, was Informationsmanagement ist, weil jeder sich als Fachmann berufen fühlt, aber kein sogenannter "Papst" auf diesem Gebiet breite Anerkennung finden kann - natürlich abgesehen von denen, die ihre Hausmacht haben.
In solchen Zeiten einer sich erst etablierenden Wissenschaft, die vom beschreibenden Stadium nur schwer zum prognostizierenden vordringt und sich noch nicht an der Realität messen lassen kann, ist graue Theorie besonders beliebt. Als Maxime gilt daher: Wenn man von einer Sache nichts versteht, empfiehlt sich freie Marktwirtschaft. Die Dummheiten, die man damit anstellt, gleicht man sofort juristisch aus, sobald sie augenfällig werden. Der größte Fehler, den die Dokumentation bis heute immer wieder gemacht hat, war, daß sie meist das dokumentierte, was sie vermochte, nicht das, was der Markt erforderte. Das Informationsmanagement macht zur Zeit, wenn möglich, den gleichen Fehler unter einem neuen Namen. Verständlicherweise läßt sich über Expertensysteme leichter theoretisieren als handfeste Anwendung demonstrieren. Auch Anwendungen wie Diagnosen von kaputten Autos, Suppenkochern oder Menschen sind nicht jedermanns Geschmack. Trotzdem darf nicht übersehen werden, daß Du Pont statt teurer Expertensysteme auf Workstations heute etwa 200 Anwendungen auf Personal Computern hat und 600 weitere quasi Expertensysteme vorbereitet. Manche dieser Datenbanken oder Tabellenkalkulationsprogramme mit einer intelligenten Nutzeroberfläche sollen pro Jahr 100.000 Dollar Ersparnis bringen. Es ist relativ gleichgültig, ob man dies als echte Expertensysteme bezeichnet, wenn solche PCs Teile dessen leisten, was sonst nur teure Experten vermögen - oder auch mehr.
Es gilt das zu nutzen, was wir wissen und können und nicht hohe Investitionen in eine unabschätzbare Zukunft zu investieren, bevor wir das Hier und Heute untersucht und erforscht haben. Evolutionärer Fortschritt bedeutet, sich permanent zu verbessern und nicht traumhafte oder traumatische Expertensysteme für Sankt Nimmerlein zu konzipieren. Für das Informationsmanagement gilt entsprechend, heutige Medienvielfalt in die absehbare Zukunft weiter zu entwickeln und nicht papierloses Science Fiction am Computer zu planen.
Informationsmanagement kann nicht nur mit den Scheuklappen der Datenverarbeitung, des betriebswirtschaftlichen Managements, der klassischen Dokumentation oder der Informationstheorie gesehen werden, es muß die Medienvielfalt, von der Handschrift bis zur Künstlichen Intelligenz, berücksichtigen, sonst könnten wir wirklich, wie es aus berufenem Munde heißt (Namen nennen wir natürlich nicht), "schnell auf die Schnauze fallen".