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Umstätter
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Die 42. photokina mit 170.000 Besuchern (davon 1/4 Ausländern) und eineinhalb Tausend Anbietern hat sich von der einst so gebeutelten Industrie des Zelluloidfilms zur "Weltmesse Bild, Ton, Professional Media" gewandelt. Eine Tatsache, vor der Archivare, Bibliothekare, Dokumentare und insbesondere Onliner, die seit vielen Jahren in und nach digitalisierter Information recherchieren, bei genauerem Hinsehen nicht die Augen verschließen dürfen. Was sich in Köln vom 16.-22.September abspielte, war nicht nur die Ankündigung der Digitalisierung im Multimediabereich, es war bereits die Demonstration derselben, die sich in einem Gewirr von Abkürzungen, wie ATRAC, CD, CCD, CDTV, CLUT, D2-MAC, D3, D5, DAB, DAT, DCC, DCT, DGPh, DPS, DSR, DVI, FBAS, HDTV, HI8, ISEP, IS+T, JPEG, MD, MPEG, PASC, S-VHS niederschlug. Es waren Abkürzugen, in denen die Bits versteckt oder offen immer wieder hervorlugten.
Für Westeuropa rechnet man im Multimediabereich mit einem Wachstum von rund 65% pro Jahr und damit bis 1995 immerhin mit einem Markt von 5 Mrd. DM.
Im Mittelpunkt der photokina stand das digitale Fotoalbum, die Photo-CD von Kodak und Philips, die mit 18 MB pro Bild, eine vierfach höhere Auflösung als das zukünftige HDTV (High Definition Television) Fernsehbild hat, das mit Hilfe des europäischen Eureka Projektes als HD-MAC (Multiplexed Analogue Components) eingeführt werden soll, und mit einem Bildseitenverhältnis von 16:9, 1250 Zeilen (PAL 625) und auch einer erheblich höheren Farbqualität aufwartet, da Ton und Bild als getrennte Signale empfangen werden. Die Photo-CD kann sowohl auf einem Photo-CD-Player als auch auf einem CD-I- bzw. CD-ROM-XA-Player abgespielt werden. Der Photo-CD-Player ist als Grundmodell für 800,- DM zu haben und kann ebenso wie CD-I (CD-Interactive) auch normale Audio CDs abspielen. Durch die Kompression der 18 MB auf etwa 4,5 MB lassen sich 100 Bilder höchster Qualitätsstufe auf einer CD speichern. Andere Modi sind 800 Bilder in heutiger Farbfernsehqualität oder auch 400 Bilder mit 36 Min. Ton. Die Mischung von Ton und Bild soll im Sommer 1993 verfügbar sein. Damit gewinnt das System für Archive und Lernsysteme an Bedeutung. Bringt man ein Bild zum Fotohändler, so kostet die digitale Umsetzung auf die goldene CD etwa 1,20 DM pro Bild.
Philips machte sich natürlich im Kampf gegen CDTV (Commodore Direct Total Vision) besonders für die CD-I stark, die Ende 1991 in den USA auf den Markt kam und nun mit der photokina den europäischen Markt erobern soll. Recht spät, wenn man bedenkt, daß die Ankündigung von Philips bereits erfolgte, als gerade der High Sierra Standard für die CD-ROM bekannt gegeben wurde. Neben den inzwischen klassischen "Palm Springs Open" für alle Golffreunde, zeigte man auf diesem interaktiv steuerbaren multimedialen Lern- und Spielsystem einige interessante Anwendungen zu Themen wie: Florentiner Renaissance, Vincent van Gogh, Mozart, Pavarotti, Jazz Giants, ein Besuch im Museumspark der Smithsonian Institution, "Was ist das für ein Vogel" oder ein Fotokurs für jedermann.
Das die Photo-CD keine Insellösung darstellt, machte u.a. Digiprint deutlich. Bei diesem Verfahren handelt es sich um ein Digital Print System (DPS) von Agfa, über das Bilder von Photo-CDs, Disketten oder Streamern elektronisch bearbeitet (composed, gefinished, retuschiert) und auf Farbnegativ-Papier belichtet werden können. Bei einem Durchsatz von 500 Bildern pro Stunde ist dieses Verfahren zeitweise kostengünstiger als ein Farbdruck.
Camcorder des Jahres 1992 und damit Marktrenner war das Super-VHS(Video Home System)-Modell von Panasonic, der NV-S7 aus dem Hause Matsushita mit einer Größe von 7 x 5,8 x 17,8 cm. Damit wird auch hier der Trend zum Palmcorder mit Farbsucher (NV-S8) unterschiedlicher Bauart immer deutlicher. Mit 16fachem Digital-Zoom, digitalem Bildstabilisator, Hifi-Stereo-Tonsystem, digitaler Titelfunktion, digitaler Ein- und Überblendung, digitaler Bildaufhellung und digitaler Stroboskop-Aufnahme ist der NV-S7 für etwa 2800,- bis 3300,- DM durch hohe Nachfrage teilweise in Lieferschwierigkeiten geraten.
Für 1993 ist das digitale Standbild von Panasonic angekündigt, das über einen Laserdrucker auf Papier gebracht werden kann. Durch die von Canon für 600 Mio. DM entwickelte Bubble-Jet-Printer-Technik können Farbbilder nicht nur auf normales Papier, sondern auch auf T-Shirts, Holz, Karton oder Plexiglas aufgebracht werden. Der Canon Farb-Videodrucker RP-731 ist ein Thermotransferdrucker mit einer Auflösung von 7,1 Punkten pro Millimeter, der sowohl Videobilder als auch solche aus dem PC drucken kann. Bei Canon kann man sich durchaus vorstellen, daß die Verlage im Jahr 2000 ihre Tageszeitung über Satellitenfernsehen anbieten, und daß dann in den Haushalten die Zeitung über einen Bubble-Jet-Printer farbig ausgedruckt werden. Daß man solche Daten auch dokumentieren und entsprechend online recherchieren könnte, versteht sich von selbst. Auch GoldStar bietet mit seinem GS-VP 1 einen Videoprinter mit 262.000 Farbtönen, automatischem Weißabgleich und Fernbedienung an.
Ob VHS-C (Compactcassetten für Camcorder mit 45 bzw. max. 90 Min. Aufnahmezeit) und S-VHS noch eine große Chance gegen Sonys HI8 (8mm Weiterentwicklung) haben, ist fraglich, nachdem Sharp und Hitachi dabei sind zu wechseln. JVC, ebenfalls aus dem Hause Matsushita, die 1981VHS auf den Markt brachten und als OEM(Origninal Equipment Manufacturer)-Produkt über Akai, Graetz, Nordmende, Saba und Telefunken gegenüber Sonys Betacam durchsetzten, dürften auf den nächsten wirklichen Fortschritt, den der digitalen Aufzeichnung warten. Immerhin haben sie bereits mit C-Cube ein Verfahren entwickelt, um digitalisierte Bilder um den Faktor 200:1 in Echtzeit zu komprimieren. Außerdem kündigte Matsushita den ersten DVI Player an. Es sind allerdings nach D2-MAC (Duobinäre Modulation mit 1/2 Bitrate von MAC) neue Entwicklungen wie D3, D5 und DCT aufgetaucht, von denen z.Z. niemand weiß, was Standard wird. Das EFM - Eight of Fourteen Modulation Channel Coding und der Error Correction Code, die wir bereits von den CD-ROMs her kennen, signalisieren bei einer Aufnahmequalität von 6 MHz Bandbreite den bevorstehenden Leistungssprung.
Daß wir im Hochtechnologiebereich immer stärker von bestimmten Produzenten (meist japanischer Herkunft) abhängig geworden sind, die fast frei entscheiden, wer ihre OEM-Produkte unter welchen Bedingungen wo vertreiben darf, konnte man auf der photokina erneut daran erkennen, daß z.B. bestimmte Camcorder mit identischem Outfit auf fast allen entsprechenden Ständen zu finden waren. Nur die Namenszüge der anbietenden Firmen unterscheiden sich signifikant.
Noch bastelt man sowohl bei S-VHS als auch bei HI8 am FBAS-Signal (F - Farbkomponente, B - Burst Signal, A - Amplitude, S - Synchronisation) mit einer Auflösung von 310 Linien, das beim deutschen PAL(Phase Alteration Line)-System mit einer modulierten Trägerfrequenz von 4,43 MHz und bei NTSC (National Television System Committee der USA ) mit 3,58 MHz arbeitet. Bei höher auflösenden Videoaufnahmen können zusätzlich das Y/C- oder RGB-Signal Verwendung finden. Bei Super VHS (S-VHS) werden Helligkeits- (Luminanzsignal Y) und Farbsignale (Chrominanz C) getrennt aufgezeichnet.
Als neues Leistungsplateau bei den CCD (Charged Coupled Device) Bildwandlern können nun die 470.000 Pixel angesehen werden. So hat auch die Canon Ion RC-260 (bekannt als Still-Video) von 230.000, bei der RC-560 auf die 470.000 Bildpunkte Auflösung erhöht. Camcorder mit dem 1/3 Zoll CCD-Chip mit über 400.000 Bildpunkten sind keine Seltenheit mehr. Ebenso scheinen Systeme mit Bildstabilisierung, die insbesondere durch den Einsatz der Fuzzy Logic bekannt wurden, ihre Verbreitung zu finden. Während bei Panasonic und Mitsubishi der Verwacklungsschutz elektronisch erfolgt und bei leichtem Bildschärfeverlust nur 15% Verwacklung toleriert, erreicht Sony etwa 20% durch ein "Active Prism", das aus zwei gegeneinander neigbaren Glasplatten und einer dazwischen befindlichen Flüssigkeit mit entsprechendem Brechungsindex besteht.
Auch im Digitalspeicherbereich geht Sony einen anderen Weg als Matsushita und Philips. Während ich vom Digital Audio Tape (DAT) auf der photokina wenig merkte, wurde die Digitale Compact Cassette (DCC) von Philips als Messeneuheit gefeiert. Sie ist mit 45, 60 und 90 Minuten Spieldauer so gestaltet, daß im selben Abspielgerät auch herkömmliche analoge Toncasetten eingelegt werden können. Die DCC für etwa 15,- DM hat 9 Spuren, von denen 8 digital (16 Bit) den Ton mit 96 Kbit/s speichern, während über die neunte Auxiliary-Spur Zusatzinformationen z.B. über Tracknummer, Time-Code, Musikstück, Interpret , etc. abspeicherbar sind. Es ist auch an eine Visualisierung des Hörbaren gedacht. Durch einen PASC (Precision Adaptive Subband Coding)-Prozessor wird die CD-Nahe Hörqualität auf ein Viertel des sonst notwendigen Speicherbedarfs gedrückt, indem die Frequenzen in 32 Frequenzbänder gesplittet und alle von unserem Ohr nicht wahrnehmbaren Frequenzen in ihrer Speichermenge reduziert werden. Gegenüber DAT hat man bei DCC einen Kopierschutz (SCMS - Serial Copy Management System) eingebaut, der verhindert, daß man von einem Original mehr als eine Digitale Kopie überspielen kann.
Sonys Minidisk (MD) ist die kleine goldige Schwester der silbernen Compact Disc. Sie ist durch ihre Beschichtung mit magnetooptisch aktiven seltenen Erden les- und beschreibbar. Für 15,- DM bietet sie 74 Minuten Ton von annähernd CD-Qualität. Durch ihr UTOC (User Table of Contents) können Titelnummern oder Spielzeiten abgelesen und die Adressen der Stücke direkt angesteuert werden. Beim schreibenden Zugriff erhitzt der Laserstrahl die magnetisch umzupolarisierenden Pits mit 200 Grad Celsius. Der Lesezugriff dürfte verschleißfrei sein und hat den Vorzug, daß etwa 3 Sekunden Ton in einem Chip jeweils zwischengespeichert sind, so daß das Gerät auch im Walker Betrieb kleinere Erschütterungen verlustlos überbrücken kann. Die unbeschriebenen MDs haben beachtlicherweise eine Kapazität von nur 60 Minuten Aufnahmekapazität. Durch ATRAC ( Adaptive Transform Acoustic Coding) wird ähnlich dem PASC Verfahren der DCC die Speichermenge sogar um den Faktor 5 erhöht. Sony erwartet bis 1995 einen Markt von 10 Millionen Einheiten.
Eine selbstbeschreibbare optische Platte von dieser Größe ( 2,5 Zoll) mit rund 100 MB Speicherkapazität für diesen Preis und mit einer millionenfach genutzten Gerätetechnologie darf man nicht unterschätzen. Erst recht nicht, wenn sie Vorfahren wie die CD-ROM und den Data-Discman hat.
Neben der DCC und der MD, die beide noch das Weihnachtsgeschäft 1992 erreichen sollen, fand man natürlich auch noch den Data-Discman mit der kleineren CD (entsprechend der CD-Audio single mit 230 MB) auf der photokina, der allerdings nun endlich in einer Version erschien, die man an den PC anschließen kann. Damit dürfte das Angebot an Lexika und Wörterbüchern in diesem Bereich, von Bertelsmann, Duden, Gabler, Roche oder Wahrig an Interesse gewinnen. Zumal ein Preis von 99,- DM für das European Business Directory sich geradezu angenehm gegenüber bisherigen Preisen bei CD-ROMs ausnimmt, die nur vereinzelt unter die Tausender-Grenze gerieten.
Die Digitalisierung des alten Dampfradios findet mit DAB (Digital Audio Broadcasting) und DSR (Digitaler Satelliten Rundfunk) auf zwei Ebenen statt. Denon, Grundig, Philips, Revox und Sony boten auf der photokina Tuner für DSR mit seiner 16 Bit Auflösung an, die ihre Information aus einer Blechplatte von 19cm Kantenlänge saugen. Peilt man die richtigen Satelliten an, so kann man wahlweise Kultur und E-Musik in annähernd CD-Qualität im Wohnzimmer verbreiten, von Radio Xanadu aus München U-Musik oder von den News Funkern aus der Eifel 24 Stunden pro Tag neuste Nachrichten.
Beim DAB wird der Radiohörer über terrestrische Antennen im Bereich des Fernsehkanals 12 von den Bundesländern mit Nachrichten versorgt, die heute zumeist auf UKW mit wesentlich mehr Störungen zu ihm gelangen. Vier mal sechs Programme werden in je einem Frequenzumfang von 1,5 MHz von den deutschen Rundfunkanstalten ausgestrahlt. Durch akustische Tricks, ähnlich ATRAC und PASC, kann eine annäherde CD-Qualität vorgetäuscht werden, obwohl eine Datenreduktion auf etwa 15% der Bandbreite stattfindet. Dabei wird auch hier der sog. Verdeckungseffekt genutzt, der alle Frequenzen identifiziert, die unser Ohr nicht wahrnimmt, weil die Hörschwelle frequenzabhängig ist, und weil wir viele Frequenzen nicht hören, wenn sie von anderen überlagert werden. Durch die Digitalisierung des Radios können dem Empfänger Informationen übertragen werden, wie wir sie bisher nicht kannten. Sie können gespeichert und verarbeitet werden. Es wäre sogar denkbar, aus ihnen automatisch schlußfolgern zu lassen.
Sony bietet z.B. mit dem IPS-360 einen kleinen (17,5 x 10 x 3,9 cm) Satellitensignalempfänger an, der aus den insgesamt 24 GPS-Satelliten, die unsere Erde in unterschiedlichen Bahnen umkreisen, jeweils 3 bis 4 anpeilt und daraus die geographische Länge, Höhe und Breite des Gerätestandortes auf 30 bis 100 Meter genau bestimmt. Durch seine "Intelligenz" bzw. sein Memory können auch Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit bis auf 16 cm/s genau bestimmt werden.
War man noch vor einigen Jahren versucht zu glauben, daß die allseits verbreitete "Salatschüssel" auf dem Dach oder Balkon für das Satellitenfernsehen nur vom Fachmann wind- und wetterfest installiert werden kann, so zeigt Revox, daß man auch eine kompakte Bauform von nur 24 cm Durchmesser auf das Fenstersims stellen kann, um seinen audiovisuellen Genüssen zu frönen.
Der Pioneer-CD-WO-Spieler RPD-1000 ist eines der lang erwarteten CD-WORM Geräte, das es nun für 6.000,- bis 12.000,- DM zu kaufen gibt. Auf ihm können CD-ROMs allerdings erst nach dem Finalizing, in dem die TOC (Table Of Contents) geschrieben worden ist, d.h. nachdem die CD korrrekt gefüllt ist, auf jedem CD-ROM-Player abgespielt werden. Ob die MD, die sicher auch als Speichermedium für Palmcorder, Palmtops u.a. PCs denkbar wäre, sich hier nicht doch noch rascher durchsetzen wird, bleibt zu beobachten.
Auch das Realtime Video Capture Board "Alligator" und die bekannte Screen Machine war natürlich zu sehen. Hier können Videobilder auf Mausklick digitalisiert und im True Colour Format (24-Bit Farbtiefe - 16 Millionen Farben, entsprechend NeXT-Dimension-Board) auf Festplatte abgelegt werden. Daß JPEG (Joint Photographics Experts Group) zur Kompression zur Verfügung steht, kann man als Selbstvertändlichkeit ansehen. Zumal DVI (Digital Video Interactive), JPEG und MPEG im Multimediabereich gewissermaßen als defacto Standards anzusehen sind. Während JPEG für Standbilder mit einer variablen Kompression um etwa 1:20 (ohne Qualitätsverlust) geeignet ist und damit sich für Bildatenbanken anbietet, ermöglicht es MPEG für Motion Pictures einen Kompressionsfaktor von 1:200 zu erreichen und damit den Datenfluß von einer CD-ROM mit 150 KB/s relaistisch werden zu lassen. DVI erreicht diese Komressionen und Dekompressionen mit Spezialchips in Echtzeit, d.h. im laufenden Videofilm. Screen Machine arbeitet mit einer CLUT (Color-Look-UP-Table)-Optimierung, bei der ein Bild im PCX-Format mit 170 KB auf 11 KB komprimiert wird. Das die Screen Machine nicht nur auf PC´s (AT´s) sondern auch auf dem Apple Macintosh bzw. dem Quadra läuft, ist naheliegend.
Für Lernsysteme (CBT - Computer Based Training) hat Screen Machine die Einbindung z.B. von ToolBook, Visual Basic, WinWord u.a. vorgesehen. So kann beispielsweise die interne Programmiersprache WordBasic von WinWord eingesetzt werden, um Bilder in Dokumente automatisch einzufügen.
Die Video-Großbildprojektion von Kindermann bzw. der SharpVision-Projektor machen es möglich, Videobilder über ein Farb-LCD-Display in recht guter Qualität mit einer Bilddiagonale von etwa 2,50 Meter an die Wand zu projezieren. Die Geräte kosten etwa 5.000,- DM und verarbeiten Signale von PAL, SECAM (Seuqence a Memoire - Frankreich) und NTSC.
Daß es den alten Rollfilm auch noch gibt, erkannte man bei der photokina spätestens daran, daß Gretag Imaging ein bildverarbeitendes System entwickelt hat, bei dem vom Öffnen der Filmkassette bis zur Ausgabe fertig verpackter Bilder mit Preisauszeichnung alle Vorgänge vollautomatisch ablaufen.
Erstmals im Rahmen der photokina wurde das ISEP (International Symposium on Electronic Photography) eingebunden, das die DGPh (Deutsche Gesellschaft für Photographie e.V.) in Zusammenarbeit mit der IS+T (Internationalen Society of Imaging Science and Technology) geplant hat. Thema, war u.a.:"Wie Computer sehen lernen."
Die photokina hat wieder einmal gezeigt, wie herrlich es ist, von Information total überflutet zu werden. Die Bild- und Tonorgien, die die Sinne geradezu betäubten, feierten Urständ. Danach konnte man nur noch die Augen und Ohren schließen und die Flucht in die Stille und Einsamkeit antreten. Das Beste am sog. Intelligent Television der Zukunft wird mit Sicherheit der Knopf sein, mit dem man das Gerät abschalten kann.